Brillenpflege

coffee-690419_640Jeder Brillenträger kennt das Problem: ein Regenschauer, eine unvorsichtige Handbewegung oder ein unbedachtes Ablegen der Brille, und schon sind die Gläser mit Fingerabdrücken oder Wassertropfen versehen oder im schlimmsten Fall durch Kratzer und verbogene Bügel beschädigt. Daher ist es wichtig, grundlegende Regeln im Umgang mit der Brille zu beherzigen.

Die Brille in einem speziellen Brillenetui aufzubewahren, sobald man sie z. B. des Nachts ablegt, leuchtet allein dadurch ein, dass sie dadurch stoß- und bruchsicher aufbewahrt ist. Brillenetuis haben meist eine mit Samt oder Velourstoff ausgelegte Innenfläche und sind aus stabilem Hartplastik oder Metall gefertigt. Dadurch übersteht die Brille auch ein versehentliches vom Nachttisch stoßen oder ein Herausfallen aus der Tasche. Hat man gerade kein Etui zur Hand, sollte man die Brille immer mit gefalteten Bügeln und den Gläsern nach oben ablegen. 

Zur täglichen Reinigung der Brille von Staub und kleinsten Schmutzpartikeln empfiehlt es sich, ein antistatisch wirkendes Brillenpflegetuch, am besten aus Mikrofaser, zu verwenden. Den gleichen Effekt kann man auch mit einem sauberen Geschirrtuch und der vorherigen Reinigung der Brille mit heißem Wasser und fettlösendem Spülmittel bewirken. Jedoch führen Optikgeschäfte spezielle antistatische Brillenreinigungsmittel, durch welche die Gläser länger staubfrei und sauber bleiben. Eine weitere Pflegemöglichkeit ist die Reinigung durch Ultraschall. Nahezu jeder Optiker bietet dies mittlerweile als Serviceleistung an. Während des Bades der Brille werden auch Fassung und Bügel gründlich von Fett und Schweißablagerungen gereinigt. Zudem kann der Optiker Schäden an Brillengläsern oder Fassung erkennen. Die Reinigungsempfehlungen sind unabhängig davon gültig, ob es sich dabei um Glas- bzw. Mineral- oder Kunststoffbrillengläser handelt. Abzuraten ist von Taschentüchern und vom Reinigen der Brille an Kleidungsstücken. Winzige aus Zellstoffen bestehende Schleifpartikel in z. B. Taschentüchern verursachen minimale Kratzer auf den Gläsern, welche dadurch schnell „blind“ werden. Zudem nehmen sie den Staub zwar auf, verteilen ihn aber beim Wischen wieder über das gesamte Glas. 

Weiters ist darauf zu achten, dass man seine Brille nicht extremen Temperaturen aussetzt. Die Gläser leiden bei Temperaturen ab 80 Grad, und diese sind schnell erreicht in geschlossenen Kraftfahrzeugen auf der Ablage oder bei einem Saunabesuch. Auch zu frostige Minusgrade können die empfindliche Glasoberfläche schädigen. Dass die Brille beim Baden am Strand durch ihr Etui geschützt werden muss, versteht sich von selbst. Zu groß ist, abseits der Verkratzung durch Sandkörner, die Gefahr, dass man auf sie tritt oder sich versehentlich auf sie setzt.

Beherzigt man diese einfachen Tipps, wird man lange Freude an klarer Sicht durch eine intakte Brille haben.

No Comments

Post a Comment